Drei Wege zum süßen Geschmack:
Süßstoffe - Zuckeraustauschstoffe - Zucker


Süßstoffe sind die einzigen Süßungsmittel, die bei der Süßung von Produkten eingesetzt werden können, aber praktisch keine Kalorien liefern.

Zur Zeit sind in der Europäischen Union neun Süßstoffe im Lebensmittelrecht aufgenommen:



Neotam ist das jüngste Mitglied in der Familie der in der EU zugelassenen Süßstoffe. In der Europäischen Union wurde die Zulassung im Dezember 2009 gewährt. Die Richtlinie tritt am 12. Januar 2010 in Kraft und ist von den Mitgliedstaaten bis spätestens 12. Oktober 2010 in nationales Recht umzusetzen. Gemäß Artikel 2 Absatz 3 dürfen jedoch den Bestimmungen dieser Richtlinie genügende Produkte ab dem 12. Januar 2010 in Verkehr gebracht werden.Die Süßkraft ist 7.000 – 13.000 mal stärker als die von Zucker.


Aspartam-Acesulfam-Salz und Sucralose wurden 2000 vom wissenschaftlichen Ausschuss für Lebensmittel (SCF) – der jetzigen Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) – bewertet. Die Erlaubnis zur Verwendung als Süßstoff in Nahrungsmitteln wurde in der Richtlinie 94/35/EC erteilt. Mit der Änderungsrichtlinie 2003/115/EG wurden beide Süßstoffe zugelassen. Die Richtlinie wurde im Dezember 2003 angenommen und im Amtsblatt der Europäischen Union am 29. Januar 2004 veröffentlicht.
Sehr häufig werden die Süßstoffe allerdings mit den so genannten Zuckeraustauschstoffen verwechselt. So werden die Zuckeralkohole (mehrwertige Alkohole, Polyole) genannt, zu denen unter anderem Sorbit, Isomalt, Mannit und Xylit zählen.

Zuckeraustauschstoffe sind – anders als die Süßstoffe – Energielieferanten. Sie bringen 2,4 Kalorien pro Gramm auf die Waage. Damit sind sie zwar nur etwa halb so „schwer“ wie Zucker (Saccharose), aber einige sind auch nur etwa halb so süß.

Zu den Zuckeraustauschstoffen für Diabetiker rechnet man auch den Fruchtzucker (Fruktose). Er hat den gleichen energetischen Wert wie Zucker (4 Kalorien pro Gramm), benötigt jedoch kein Insulin zur Verstoffwechselung.

Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe haben eine Gemeinsamkeit: Im Vergleich zu Zucker beeinflussen sie den Insulin- und Blutzuckerspiegel im menschlichen Organismus gar nicht (Süßstoffe) oder nur wenig (Zuckeraustauschstoffe) und sind deshalb für Diabetiker besonders geeignet.

Während Zuckeraustauschstoffe bei übermäßigem Verzehr abführend wirken können, haben Süßstoffe kein Einfluss auf die Verdauung.


Unterschiedliche Süßen - auf einen Blick



  Zucker Süßstoffe Zuckeralkohole Fruchtzucker
Energiezufuhr 4 Kalorien pro Gramm praktisch keine Kalorien 2,4 Kalorien pro Gramm 4 Kalorien pro Gramm
Süßkraft-Faktor 1 30 - 3.000 0,4 - 1,0 1,2
Einfluß auf den Insulinspiegel stark kein Einfluss gering gering
Einfluß auf das Verdauungssystem neutral kein Einfluss können abführend wirken neutral
Einfluß auf die Zahngesundheit kann Karies fördern kein Einfluss kein Einfluss kann Karies fördern