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Drei Wege zum süßen Geschmack:
Süßstoffe - Zuckeraustauschstoffe - Zucker
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Zur Zeit sind in der Europäischen Union zehn Süßstoffe im Lebensmittelrecht aufgenommen:
- Acesulfam
- Aspartam
- Aspartam-Acesulfam-Salz
- Cyclamat
- Neohesperidin DC
- Neotam
- Saccharin
- Steviol-Glycoside
- Sucralose
- Thaumatin
Nach der positiven Sicherheitsbewertung von Steviol-Glycosiden - umgangssprachlich als "Stevia" bezeichnet- durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) im April 2010 und Januar 2011 hat die Europäische Kommission am 12.November 2011 den Einsatz dieses Süßstoffs ab Dezember 2011 genehmigt.
In der Europäischen Union wurde die Zulassung von Neotam im Dezember 2009 gewährt. Die Richtlinie trat am 12. Januar 2010 in Kraft und wurde von den Mitgliedstaaten zum 12. Oktober 2010 in nationales Recht umgesetzt.Gemäß Artikel 2 Absatz 3 dürfen jedoch den Bestimmungen dieser Richtlinie genügende Produkte bereits seit dem 12. Januar 2010 in Verkehr gebracht werden.Die Süßkraft ist 7.000 – 13.000 mal stärker als die von Zucker.
Aspartam-Acesulfam-Salz und Sucralose wurden 2000 vom wissenschaftlichen Ausschuss für Lebensmittel (SCF) – der jetzigen Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) – bewertet. Die Erlaubnis zur Verwendung als Süßstoff in Nahrungsmitteln wurde in der Richtlinie 94/35/EC erteilt. Mit der Änderungsrichtlinie 2003/115/EG wurden beide Süßstoffe zugelassen. Die Richtlinie wurde im Dezember 2003 angenommen und im Amtsblatt der Europäischen Union am 29. Januar 2004 veröffentlicht.
Sehr häufig werden die Süßstoffe allerdings mit den so genannten Zuckeraustauschstoffen verwechselt. So werden die Zuckeralkohole (mehrwertige Alkohole, Polyole) genannt, zu denen unter anderem Sorbit, Isomalt, Mannit und Xylit zählen.
Zuckeraustauschstoffe sind – anders als die Süßstoffe – Energielieferanten. Sie bringen 2,4 Kalorien pro Gramm auf die Waage. Damit sind sie zwar nur etwa halb so „schwer“ wie Zucker (Saccharose), aber einige sind auch nur etwa halb so süß.
Zu den Zuckeraustauschstoffen für Diabetiker rechnet man auch den Fruchtzucker (Fruktose). Er hat den gleichen energetischen Wert wie Zucker (4 Kalorien pro Gramm), benötigt jedoch kein Insulin zur Verstoffwechselung.
Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe haben eine Gemeinsamkeit: Im Vergleich zu Zucker beeinflussen sie den Insulin- und Blutzuckerspiegel im menschlichen Organismus gar nicht (Süßstoffe) oder nur wenig (Zuckeraustauschstoffe) und sind deshalb für Diabetiker besonders geeignet.
Während Zuckeraustauschstoffe bei übermäßigem Verzehr abführend wirken können, haben Süßstoffe kein Einfluss auf die Verdauung.
Unterschiedliche Süßen - auf einen Blick
| Zucker | Süßstoffe | Zuckeralkohole | Fruchtzucker | |
| Energiezufuhr | 4 Kalorien pro Gramm | praktisch keine Kalorien | 2,4 Kalorien pro Gramm | 4 Kalorien pro Gramm |
| Süßkraft-Faktor | 1 | 30 - 3.000 | 0,4 - 1,0 | 1,2 |
| Einfluß auf den Insulinspiegel | stark | kein Einfluss | gering | gering |
| Einfluß auf das Verdauungssystem | neutral | kein Einfluss | können abführend wirken | neutral |
| Einfluß auf die Zahngesundheit | kann Karies fördern | kein Einfluss | kein Einfluss | kann Karies fördern |
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