Deutscher Süßstoffverband e.V.
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23.04.2007

Aspartam, ein sinnvoller Beitrag zur Gewichtskontrolle

Brüssel, 23. April 2007 – Übergewicht, Fettleibigkeit und dadurch verursachte Krankheiten wie Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen stellen in der heutigen Gesellschaft ein ständig wachsendes Problem dar. Dies hat ernsthafte Folgen für die Volksgesundheit und belastet das öffentliche Gesundheitswesen. Dabei kann bereits eine geringe Senkung das Körpergewichts das Krankheitsrisiko verringern. So sinkt zum Beispiel die Wahrscheinlichkeit, an Typ-2-Diabetes zu erkranken, bei einer Gewichtsabnahme von 4,3 Kg um 70 %.

Kalorienarme Süßstoffe wie Aspartam können einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung von Übergewicht leisten, da sie den Verbrauchern die Möglichkeit bieten, ohne Verzicht auf den Genuss des süßen Geschmacks Kalorien zu sparen.

Eine aktuelle Studie [1] über den Nutzen von Aspartam für die Gewichtsabnahme und -kontrolle sowie den Energiehaushalt von Erwachsenen hat bewiesen, dass Verbraucher, die aspartamhaltige Produkte verwenden, deutlich weniger Kalorien zu sich nehmen. So wurde eine geringe Gewichtsabnahme von rund 0,2 Kg pro Woche registriert, die sich im Laufe eines Jahres auf 10 Kg summiert.

Aspartam wird während des Verdauungsprozesses in drei Bestandteile aufgespalten, die alle in der natürlichen Nahrung vorkommen und wichtig für den normalen Stoffwechsel sind. Dabei führt Aspartam dem Körper eine sehr viel geringere Menge dieser drei Bestandteile zu als andere Lebensmittel.

Aspartam ist in Europa seit 1979 auf dem Markt. Die Zulassung durch die US-amerikanische Lebens- und Arzneimittelbehörde (FDA) folgte 1981. Kaum ein anderer Lebensmittelzusatzstoff wurde so gründlich getestet. So wurde auch nach der Einführung noch eine Fülle klinischer Daten zusammengetragen. Sie stammen aus Anwendungsbeobachtungen, Konsumstudien und Toleranzstudien an Menschen, bei denen der ADI-Wert (Average Daily Intake) fast um das doppelte überschritten wurde, sowie klinischen Studien an bestimmten Personengruppen wie Diabetikern.

Die jüngste Epidemiologiestudie des Nationalen Krebsinstituts der USA (NCI) vom April 2006 bestätigt, dass keine Verbindung zwischen dem Konsum von Aspartam und einem erhöhten Krebsrisiko besteht [2]. An der staatlich finanzierten Studie, die sich über einen Zeitraum von fünf Jahren erstreckte, nahmen über 500.000 Männer und Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren teil.

Das italienische Mario Negri Institut in Mailand hat kürzlich die Ergebnisse einer Reihe von Studien vorgelegt, die zwischen 1991 und 2004 in Italien durchgeführt wurden, um mögliche Zusammenhänge zwischen der Verwendung von Süßstoffen und einem erhöhten Krebsrisiko zu klären [3]. Diese Untersuchung ergab, dass Aspartam und andere Süßstoffe keinerlei Einfluss auf das Krebsrisiko haben.

Die Unbedenklichkeit von Aspartam wurde im Mai 2006 [4] von der europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) bestätigt. Diese wies die Schlussfolgerungen einer Studie des Ramazzini Instituts in Bologna zurück, die einen möglichen Zusammenhang zwischen Aspartam und dem häufigeren Auftreten bestimmter Krebsarten bei Ratten unterstellte. Zusammenfassend stellte das Gremium der EFSA fest: „Es besteht kein Anlass, die Sicherheit von Aspartam weiter zu untersuchen oder den für Aspartam aufgestellten ADI–Wert zu ändern.“

Verschiedene Aspekte der Ramazzini-Studie einschließlich des angewandten Verfahrens wurden von unabhängigen Toxikologen scharf angegriffen, weil sie nicht den international anerkannten Regeln für die Durchführung von Laborexperimenten entsprachen [5]. Kritisiert wurde außerdem auch, dass das Institut die Studienergebnisse erst nach längerem Zögern unabhängigen Instanzen vorlegte.

Die Auffassung der EFSA entspricht voll und ganz der allgemeinen wissenschaftlichen Meinung rund um den Globus. Aspartam wurde genauestens wissenschaftlich untersucht und von zahlreichen nationalen und internationalen Behörden für Lebensmittelsicherheit (u.a. der FDA, dem gemeinsamen Sachverständigenausschuss für Lebensmittelzusatzstoffe (JECFA) der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation und der Weltgesundheitsorganisation sowie den zuständigen Behörden von über 100 Ländern) geprüft und für sicher befunden.

Der ADI-Wert für Aspartam liegt in Europa bei 40 Milligramm pro Kilo Körpergewicht. Er gibt die Menge des Süßstoffs an, die ohne Gesundheitsgefährdung ein Leben lang täglich mit der Nahrung aufgenommen werden kann. Ein Konsum unterhalb dieser Grenze ist also unschädlich. Für einen Erwachsenen mit einem durchschnittlichen Körpergewicht von 70 Kg gilt ein Wert von 2,8 g Aspartam. Damit könnte er täglich bedenkenlos 20 Dosen zuckerfreie Getränke konsumieren. Auf die Süßkraft bezogen entspricht dies rund einem Pfund Zucker, also einer Menge, die wohl kaum jemand täglich zu sich nehmen wird.

Durch Süße ohne Kalorien kann Aspartam einen wertvollen Beitrag zur Gewichtskontrolle leisten. So lässt sich der Energiegehalt von Erfrischungsgetränken durch den Einsatz von Aspartam auf nur eine Kalorie pro Glas reduzieren. Die Verbraucher können Aspartam weiterhin bedenkenlos nutzen. Kalorienarme Süßstoffe eignen sich auch für Diabetiker, da sie süßen Genuss bieten, ohne den Insulin- und Blutzuckerspiegel zu beeinflussen.

Weitere Informationen über Aspartam erhalten Sie unter folgendem Link: www.aspartame.org

Internationaler Süßstoff-Verband©2007





[1] De la Hunty [u.a.]. „A review of the effectiveness of aspartame in helping with weight control.” British Nutrition Foundation Nutrition Bulletin 31 (2006): 115-128.

[2] Zusammenfassung der NCI-Studie: www.abstractsonline.com

[3] Gallus [u.a.]. „Artificial sweeteners and cancer risk in a network of case–control studies.” Annals of Oncology, 18 (2007): 40 - 44.

[4] EFSA-Stellungnahme vom 5. Mai 2006: www.efsa.europa.eu

[5] A.G. Renwick, H. Nordmann. ”First European Conference on Aspartame: putting safety and benefits into perspective.” Food and Chemical Toxicology, im Druck

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