Deutscher Süßstoffverband e.V.
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04.03.2011

EFSA weist Vorwürfe von Halldorsson und Soffritti zurück und bestätigt abermals die Sicherheit von Süßstoffen

Ende Februar 2011 veröffentlichte die EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) ein entlastendes Statement zu den vorangegangenen Veröffentlichungen durch italienische und dänische Forscher in denen behauptet wurde, dass der Verzehr von Süßstoffen nicht sicher sei.

Die EFSA fasst in ihrem Statement zusammen, dass die Informationen die aus den Veröffentlichungen von Soffritti et al. (2010)(1) und Halldorsson et al. (2010)(2) verfügbar sind, keinen Anlass geben die frühere Beurteilung von Aspartam oder anderer in der Europäischen Union zugelassener Süßstoffe, neu zu überdenken.(3)

Dieses Statement entspricht ganz und gar der schon früher veröffentlichten Ansichten der EFSA zu Aspartam. Bezugnehmend auf Veröffentlichungen des Ramazzini Instituts zur Sicherheit von Süßstoffen, hieß es bereits im März 2009 in der Pressemeldung der EFSA(4) , dass es auf der Basis aller verfügbaren Daten – inklusive der letzten ERF-Studie – keinen Hinweis auf ein genotoxisches oder karcinogenes Potential von Aspartam gäbe und kein Anlass bestünde den für Aspartam festgelgten ADI-Wert von 40 mg/kg Körpergewicht/Tag abzuändern.(5)

Diese Aussage deckt sich zudem mit dem aktuell vorliegenden Statement der ANSES (Französische Behörde für Lebensmittelsicherheit) zur Soffritti Publikation. Zusammenfassend heißt es dort, dass die benutzen Methoden (sehr hohe Dosisgaben über den gesamten Lebensverlauf) bei keiner anderen Forschergruppe angewendet wurde. Hervorzuheben ist zudem, dass eine solche Vorgehensweise nicht den anerkannten Referenzmethoden entspricht (OECD)(6).”

• Die Soffritti Studie hat keine Relevanz für die Risikobewertung beim Menschen

Zusammenfassend zu ihrer Evaluation der Soffritti Studie – eine Studie die an Mäusen durchgeführt wurde - stellen die EFSA Wissenschaftler die Validität der Studie in Frage und heben hervor, dass sie bei der Studie einen generellen Mangel an Relevanz für die menschliche Risikobewertung sehen (7). Der Internationale Süßstoff Verband begrüßt die Ankündigung der EFSA, die kompletten Datensätze der Soffritti Studie anzufordern und stellt die einheitlichen Meinungen der Gesundheitsbehörden hinsichtlich der Studie des Ramazzini Instituts zu Aspartam rund um die Welt heraus.


• Die Halldorsson Studie zeigt keine Evidenz zwischen dem Konsum von Süßstoffen und einem Risiko für Frühgeburten.

Zur Auswertung der Halldorsson Studie an schwangeren Frauen, fasst die EFSA zusammen, dass es keine Evidenz dafür gibt, die Annahme zu unterstützen, dass es eine Beziehung zwischen dem Konsum von süßstoffgesüßten Getränken und Frühgeburten gibt.(8)

Diese Meinung deckt sich mit vorhergehenden Forschungen zu Süßstoffen an Menschen und Tieren, die ebenfalls keine Beeinträchtigung bei werdenden Müttern oder dem sich entwickelnden Kind bezüglich Süßstoffkonsum sehen.(9)

• Süßstoffe können helfen, das Gewicht im Griff zu haben

Süßstoffe liefern Süße ohne Kalorien und können so einen sinnvollen Beitrag zu einer gesunden, kalorienkontrollierten Ernährungsform liefern.
Nach wie vor, sind Übergewicht und Adipositas eng mit den Risikofaktoren Diabetes Typ 2 und Herz-Kreislauferkrankungen verbunden. Eine Verunsicherung gerade bei dieser sensiblen Gruppe hinsichtlich der gesundheitlichen Bedeutung von Möglichkeiten, die eine Gewichtskontrolle ermöglichen, ist besonders unverantwortlich.



(1) Aspartame Administered in Feed, Beginning Prenatally Through Life Span, Induces Cancers of the Liver and Lung in Male Swiss Mice. Soffritti et al. American Journal of Industrial Medicine, September 2010

(2) Intake of artificially sweetened soft drinks and risk of preterm delivery. Halldorsson TI et al. AJCN, 30 June 2010

(3)EFSA statement on the scientific evaluation of two studies related to the safety of sweeteners, 28th February 2011

(4)EFSA press release on EFSA review of two publications on the safety of sweeteners, 28th February 2011

(5)EFSA Opinion, published 20th April 2009

(6)Aspartame:point d'étape sur les travaux de l'Anses (englische Übersetzung)

(7)EFSA statement on the scientific evaluation of two studies related to the safety of sweeteners, 28th February 2011

(8)EFSA statement on the scientific evaluation of two studies related to the safety of sweeteners, 28th February 2011

(9) Safety Evaluation in Pregnancy', by Robert S. London – Jay T Rorick Jr.published in 'Clinical Evaluation of a Food Additive, Assessment of Aspartame', (Edition 1996), by Tschanz et al


Weitere Informationen finden Sie hier:
Internationaler Süßstoff Verband




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