Süßstoffe und Krebsverdacht
Verschiedene Süßstoffe sind mit dem Vorurteil belastet, dass sie für die Entstehung von Krebs verantwortlich sind. Es wurde jedoch wiederholt und wissenschaftlich eindeutig bewiesen, dass Cyclamat und Saccharin beim Menschen keinen Krebs erzeugen oder fördern.Ein Tierversuch aus den 60er Jahren, der Blasenkrebs bei Ratten hervorgerufen hatte, muss als methodisch unzulänglich eingestuft werden. Hierbei wurden enorm hohe Süßstoffmengen verabreicht, die auf den Menschen übertragen einer Ration von täglich 4.000 Süßstofftabletten oder - auf Zucker umgerechnet - 20 Kilogramm entsprochen haben. In zahlreichen Folgestudien konnten auch die kritischen Ergebnisse dieser Studie nicht bestätigt werden. Seit Generationen nutzen Diabetiker Saccharin und Cyclamat Tag für Tag, um Süßes genießen zu dürfen, ohne ihren Stoffwechsel zu belasten. Selbst aus diesem Kreis der Intensiv-Verwender ist nicht ein einziger Krebsfall bekannt, der auf Süßstoffverzehr zurückzuführen wäre.
Der Süßstoff Aspartam enthält - genau wie die gängigen Lebensmittel Fleisch, Milch, Gemüse etc. - die Eiweißbausteine Phenylalanin und Asparaginsäure. Bei seiner Verstoffwechslung entstehen geringfügige Spuren Methanol - ein Alkohol, der von Natur aus in Obst und Säften vorkommt. Auch die amerikanische Lebens- und Arzneimittelbehörde (FDA), das Wissenschaftliche Expertenkomitee für Lebensmittel (SCF) der Europäischen Kommission und das Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz (BgVV) haben wiederholt betont, dass kein Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Aspartam und gesundheitlichen Beeinträchtigungen festgestellt werden kann, dass dieser Süßstoff vielmehr vollkommen sicher und der Gesundheit zuträglich ist.
Erst kürzlich hat der Wissenschaftliche Lebensmittelausschuss der EU-Kommission (SCF) alle bisherigen Studien und alle Vorwürfe zu Aspartam eingehend überprüft und die Ergebnisse detailliert dokumentiert. Die Gesundheitsexperten kamen zu der eindeutigen Schlussfolgerung, das Aspartam in jeder Hinsicht sicher und gesundheitlich zuträglich ist. Das SCF-Gutachten (SCF/CS/ADD/EDUL/222 Final) ist nachzulesen u.a. unter www.europa.eu.int
Die Lebensmittelindustrie hat ein gesteigertes Interesse daran, Produkte auf den Markt zu bringen, die sicher sind und der Gesundheit der Verbraucher nicht schaden. Denn nur so kann die Branche wirtschaftlichen Erfolg haben. Die Lebensmittelindustrie orientiert sich an den Wünschen der Verbraucher und kann ihnen Angebote für eine genussvolle und ausgewogene Ernährung machen. Speisen und Getränke mit Süßstoff und die Tafelsüßen kommen diesem Ziel in besonderem Maße entgegen: Süßstoffe sind mit Sicherheit von Nutzen.
