Süßstoffe während der Schwangerschaft und Stillzeit
Die Sicherheit von Süßstoffen ist gerade für schwangere Frauen ein großes Thema. Während der Schwangerschaft steigt der Energiebedarf der Frau ab dem zweiten Drittel um etwa 300 Kilokalorien pro Tag an. Da jedoch auch der Bedarf an bestimmten Nährstoffen, wie z.B. für Folsäure und Eisen, in dieser Zeit um bis zu 100 Prozent zunimmt, ergibt sich für die werdende Mutter das Problem, Lebensmittel mit einem geringen Energiegehalt und gleichzeitig hohem Nährstoffgehalt auszusuchen. Hierbei können mit Süßstoff gesüßte Lebensmittel helfen, denn sie liefern die gleichen Vitamine und Mineralstoffe wie mit Zucker gesüßte Lebensmittel, jedoch mindestens 40 Prozent weniger Kalorien.Es wurden mittlerweile verschiedene Studien durchgeführt, die sich mit der Unbedenklichkeit der Süßstoffe gegenüber der embryonalen Entwicklung befasst haben. Die Ergebnisse zeigten alle ausnahmslos, dass die Süßstoffe keine schädliche Wirkung auf das Ungeborene haben. In verschiedenen Tier-Studien mit Hasen und Ratten wurden Cyclamat und Saccharin in Gaben zwischen 5 und 20g verabreicht, die keinen Einfluss auf die Entwicklung der Embryos verursacht haben.
Süßstoffe können daher problemlos während der Schwangerschaft eingesetzt werden, da es der Schwangeren darauf ankommt eine möglichst hohe Nährstoffdichte mit den Mahlzeiten aufzunehmen. Dies ist in vielen Fällen nur zu erzielen, wenn auf Kalorien verzichtet wird bei gleich bleibendem Nährstoffgehalt.
Auch während der Stillzeit müssen die Mütter nicht auf den Einsatz von Süßstoffe verzichten, jedoch sollten sie beachten, dass sie während des Stillens einen Mehrbedarf von 600 kcal aufnehmen müssen, um den zusätzlichen Bedarf des Säuglings zu decken. Eine verminderte Kalorienzufuhr zur Gewichtsreduktion während der Stillzeit ist nicht ratsam, da hierbei die Schadstoffe der alten Fettspeicher der Mutter in die Muttermilch übergehen können.
Negative Auswirkungen von Süßstoffen während der Stillzeit sind in der Literatur nicht bekannt.
